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   EAC Herzogenrath
   Eisenbahn Amateur Club Herzogenrath e.V.
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1980-1984

1980

Das erste große Clubereignis war die Gewerbeausstellung im September 1980 in Herzogenrath. Wolfgang Klier hatte einen Stand für sein Geschäft gemietet. Weil er persönlich verhindert war, bat er uns, für seine Firma Werbung zu betreiben. Als Gegenleistung bekamen wir die Möglichkeit, uns der Öffentlichkeit zu präsentieren. Für diese Ausstellung bauten wir – mit von Herrn Klier zur Verfügung gestelltem Material – eine HO-Bw-Anlage. Loek Kluten und Leo Rinkens hatten ihre LGB-Anlage aufgebaut. Diese Ausstellung brachte uns viele neue Mitglieder ein.

1981

Am Jahresanfang sind wir dem Bundesverband Deutscher Eisenbahnfreunde beigetreten.

Die erste Jahreshälfte verlief ziemlich ruhig. Dafür waren wir im Herbst um so aktiver. Am 3. und 4. Oktober haben wir den Verein abermals durch die Teilnahme an einer Modellbahnschau in Landgraaf der großen Öffentlichkeit vorgestellt.

Eine Woche später fand ein bis jetzt einmaliges Ereignis statt: unsere Sonderfahrt auf der der Strecke Jülich-Ederen der Jülicher Kreisbahn. Der über 10 Jahre nicht mehr benutzte Triebwagen wurde innerlich auf Hochglanz gebracht und – da er einen Motorschaden hatte – an eine Diesellok gekuppelt. Mit diesem Gespann sind wir am Samstag den 10. Oktober – bei schon winterlichen Witterungsverhältnissen – losgefahren. Die Fahrt hatte uns soviel Spaß bereitet, dass wir nur am Rande bemerkt haben, wie kalt es im Zug war. Aufgrund des Motorschadens konnte die Heizung natürlich nicht funktionieren. Bei einem Fahrpreis von 15 DM waren die Kosten gerade gedeckt. Wiederum eine Woche später fand erneut ein wichtiges Ereignis für uns statt: die Schlüsselübergabe unseres ersten Clubraumes. Dieser in der Dammstraße gelegene und zur Apotheke gehörende Raum hatte zwar Nachteile, wie die beschränkte Größe (ca. 25 m²) und die fehlende Toilette. Wir waren aber dennoch froh, ein eigenes Dach über den Kopf den Kopf zu haben. Für Notfälle (menschlicher Natur) war ja die Gaststätte Kempchen in der Nähe.

Jetzt konnten wir endlich mit dem schon lange geplanten Bau der Clubanlagen beginnen, wenngleich hierzu erst einmal der Bargeldbestand der Clubkasse aufgebessert werden musste. Wir beabsichtigten, eine Modellbahnausstellung zu organisieren, was jedoch ohne Ausstellungsanlagen schlecht möglich ist. So beschlossen wir, das vorhandene Bw-Diorama zu einer kompletten Modellbahnanlage auszubauen.

Wir wollten aber auch zusätzlich eine Spur-N-Anlage zeigen. Für diesen Anlass stellte uns Gerhard Wißler seine Bahnhofsplatte zur Verfügung. Hermann Kuckelkorn, Karl Siepmann und Günther Corsten haben diese Bahnhofsplatte in eine Anlage verwandelt, die bis zum Ausstellungstermin im Rohbau fertig gestellt wurde. Der Zeitdruck, in dem wir uns befanden, war groß, so dass an einem bestimmten Feiertag im November mehr geflucht als gebetet wurde. Ebenso in letzter Minute haben Loek Kluten, Dieter Diesinger und Toni Lürkens mit von Karl Siepmann zur Verfügung gestelltem Gleismaterial eine Märklinanlage gebaut.

Am 29. November war es soweit, die Gaststätte Frantzen platzte aus allen Nähten. Mehr als 1000 Besucher konnten von uns begrüßt werden. Bemerkenswert waren auch die privaten, von Clubmitgliedern ausgestellten Anlagen. Dies war der Beginn einer schönen Tradition.

1982

Nach so vielen Ergebnissen wurde es naturgemäß zuerst etwas ruhiger. Im Clubraum wurde an den 3 Anlagen weiter gebastelt und zwar immer gleichzeitig. Dass dies aus räumlichen Gründen möglich war, erstaunt uns noch heute. Das 50. Mitglied konnte in diesem Jahr begrüßt werden, und der Clubbeitrag wurde von 5 DM auf 7 DM angehoben.

Höhepunkte in diesem Jahr waren die Besichtigung der Gartenanlage von Laur Kleynen, die Fahrt nach Frankfurt-Königstein und Limburg sowie die Reise nach Basel. Im Sommer war eine Gruppe in den Niederlanden unterwegs.

Im Herbst haben wir für die Firma Danhausen eine Modellbahnausstellung durchgeführt. Als Entschädigung gab es Schienenmaterial, um unsere Bw-Anlage weiter ausbauen zu können. Ende Oktober war Krefeld unser Reiseziel, wo wir die Clubanlage der Krefelder Modellbahnfreunde im Bunker besucht haben.

Am 27. und 28. November fand unsere Ausstellung in Herzogenrath statt. Ausstellungsort war wiederum die Gaststätte Frantzen. Auch diesmal war der Erfolg sehr groß. Über 2000 Besucher sind gezählt worden. Neu war unser Rangierspiel, entworfen und gebaut von Gerhard Wißler. Hermann Kuckelkorn konnte uns Ausstellungsvitrinen besorgen, so dass wir auch in der Lage waren unsere wertvollen Exponate zur zeigen.

1983
Am Jahresanfang gab es Änderungen im Vorstand, Gerhard Wißler und Hans-Peter Domels schieden aus beruflichen Gründen aus. Loek Kluten wurde erster, Hermann Kuckelkorn zweiter Vorsitzender, Toni Lürkens wurde Kassenwart. Weiter wurde beschlossen, die Jugendarbeit intensiver zu gestalten, Jürgen Brockauf übernahm dieses Aufgabe als Jugendwart.

Am 8. Mai wurde die Märklin-Anlage beim Bahnhofsfest in Geilenkirchen gezeigt, und zu Pfingsten war sie bei der Selfkantbahn. Anfang Juni gab es in Kerkrade eine Modellbahnausstellung aus Anlass eines Kirchenfestes, hierzu hatte Laur Kleynen seine Teilnahme zugesagt. Wir konnten ihn natürlich nicht alleine gehen lassen, so dass der halbe Verein mit von der Partie war. Im August hat Laur seine Anlage im botanischen Garten ausgestellt. Ben Lamers trat unfreiwillig den Beweis an, dass die Spur I doch weniger stabil ist als man denkt.

Am 3. September ist eine Gruppe nach Rotterdam und Den Haag gefahren. Leider war das Wetter an diesem Wochenende sehr schlecht. Bei dieser Gelegenheit haben einige ältere Clubmitglieder das Phänomen „Mac Donalds“ kennengelernt. Zu ihrem Verdruss gab es da keine Koteletts zu kaufen. Dafür hatten wir auf der nächsten Fahrt am 15. Oktober um so besseres Wetter, als eine Gruppe für das Wochenende nach Luzern gefahren ist.

Am 26. und 27. November fand abermals in der Gaststätte Frantzen unsere große Ausstellung statt. Der Besucherandrang war weniger groß, das Interesse ließ offensichtlich nach. Um das Publikum zu begeistern, muss man entweder immer wieder neue Anlagen bauen, oder ab und zu den Ausstellungsort wechseln. Wir entschieden uns für die 2. Lösung, zumal sich der Ausstellungsraum in der Gaststätte Frantzen auch allmählich als zu klein erwies.

1984
Langsam wurde es etwas ruhiger im Verein, was vor allen Dingen sich darin zeigte, dass die Clubabende weniger stark besucht wurden.

Ein weiterer Missstand machte sich bemerkbar, die Enge im Clubraum! Die Märklin-Anlage war in der Zwischenzeit komplett erneuert worden, ein Steinkohlenwerk mit großer Abraumhalde war jetzt das Hauptthema. Die anderen Anlagen wurden ebenfalls schöner und größer, somit wuchsen auch die Transportprobleme entsprechend mit. Alle Versuche, einen neuen größeren Raum zu finden, scheiterten. Weder die Stadt Herzogenrath noch die Deutsche Bundesbahn konnten hierbei behilflich sein.

Ein absoluter Höhepunkt war eine Große Ausstellung bei den Modellbahnfreunden aus Mechelen. Laur Kleynen kam in Konflikt mit dem Jugendschutzgesetz, als er in einem „bestimmten Etablissement‟ eine Tasse Kaffee trinken wollte. Die Übernachtung im Filmwagen war unvergesslich, und sogar die Modellbahnfreunde aus Lüttich sprachen am nächsten Morgen einige Wörter Niederländisch.

Im September haben wir unsere N-Anlage auf der Gewerbeausstellung gezeigt. Unsere Ausstellung fand diesmal in Spekholzerheide statt. Die Entscheidung, den Ausstellungsort zu wechseln, erwies sich als richtig, der Besucherstrom war kaum zu bändigen.

Am Jahresende wurde der Personenverkehr auf der Strecke Herzogenrath-Stolberg eingestellt. Bei der Abschiedsfahrt waren wir natürlich mit von der Partie.

erstellt:   16.06.2019  -  von: Josef Thelen  |  geändert: 17.06.2019

 

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